Die Rose ( bot.: rosa ) gehört zu den Gehölzen und damit zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse ( Rosaceae )
Rosenarten
1. Wildrosen
Einfach blühende Rosenarten mit fünf Blütenblättern. Nahezu alle Wildrosen blühen nur einmal im Jahr und bezaubern im Herbst mit schönen Hagebutten. Wildrosen sind in der Natur entstanden und die Urahnen aller Rosen. Die heimischen Wildrosen von Natur aus winterhart.
2. Kletterrosen
Kletterrosen unterscheiden sich in die ohne stützende Hilfe klimmenden Climber-Rosen und die Rambler-Rosen, welche eine Rankhilfe wie z.B. Rosenbögen, Spaliere, Pergolen etc. benötigen und auch für kleine Gärten geeignet sind. Durch neue Züchtungen sind sehr widerstandsfähige, winterharte und blühwillige Kletterrosen entstanden.
3. Strauchrosen
Zu den Strauchrosen zählen die Alten Rosen, die Englischen Rosen und die neuen, modernen Sorten. Je nach Art können die Strauchrosen einmalblühend, öfterblühend oder dauerblühend sein und unterscheiden sich auch hinsichtlich der Blütenform und Blütengröße. Sie eignen sich mit ihrem strauchigen Wuchs auch als Heckenbepflanzung.
4. Beetrosen
Zu den Beetrosen zählen die Edelrosen ( Teehybriden ), die Polyantha-Rosen, die Floribunda-Rosen ( Kreuzung aus den Edelrosen und Polyantha-Rosen ) sowie die Miniatur-Rosen. Die Beetrosen sind großblumig und büschelblütig. Sie sind meist öfterblühend von Juni bis zum ersten Frost.
5. Bodendeckerrosen
Die Bodendeckerrosen bedecken den Boden dicht. Sie sind sehr widerstandsfähig und variieren sehr hinsichtlich Wuchsstärke, Wuchshöhe und Blütenform.
6. Hochstämme und Kaskaden
Auf unterschiedlich hohen Wildrosen-Stämmen blühen veredelte Rosensorten. Auf Hochstamm-Rosen blühen großblumige oder büschelblütige Sorten. Kaskaden-Rosen sind auf Wildrosen-Stämmen veredelte Kletterrosen.
Verkaufsformen / Rosenwahl
Entweder erhalten Sie Rosen frisch gerodet als wurzelnackte Ware oder im Container mit großem Wurzelballen. Rosen sind unabhängig von o.g. Verkaufsformen eingeteilt in die Güteklassen A und B. Rosen der Güteklasse A haben drei kräftige Triebe. Rosen der Güteklasse B haben nur zwei kräftige Triebe. Güteklasse A – Rosen wachsen besser an und entwickeln sich schneller.
ADR-Prädikat ( Anerkannte deutsche Rose )
Rosen mit diesem Zertifikat haben die Alldeutsche-Rosen-Neuheiten-Prüfung bestanden. In Prüfgärten werden Neuzüchtungen 3-4 Jahre getestet ohne Einsatz von Pflanzenschutz und auf unterschiedlichen Bodenverhältnissen und Klimaeinwirkungen. Sie sind daher besonders robust und widerstandsfähig.
Die Rosenwahl ist hinsichtlich des zu bepflanzenden Standortes auszuwählen. Hier gilt es die Wuchsform, die Blütenfarbe und die Bodenbeschaffenheit zu berücksichtigen.
Pflanzzeit
Containerpflanzen können das ganze Jahr über in den frostfreien Boden gesetzt werden, am besten im Herbst oder Frühjahr. Wurzelnackte Ware wird am besten von Oktober bis November gepflanzt, da der Boden noch Wärme für die Wurzelbildung besitzt. Bei schweren, verdichteten Böden oder rauhem Klima pflanzt man diese jedoch besser im Frühjahr zwischen März und April.
Pflanzung / Wässerung der angebotenen Rosen im Pflanztopf
Die Rosen werden in A - Qualität im schlanken 2 Liter Pflanztopf geliefert mit Bildbeschriftung / Züchteretikett. Sie sind pflanzfertig geschnitten mit festem Wurzelerdballen. Der Erdballen ist in seiner Form durch ein stabiles Drahtnetz sicher fixiert und garantiert so sicheres Anwachsen.
Vor dem Pflanzen die Rose gut wässern ( Topf ins Wasserbad stellen ). Danach die Rose am Drahtnetz aus dem Containertopf ziehen und direkt in das Erdreich einsetzen. Das Drahtnetz zerfällt innerhalb weniger Wochen und die Rose kann sofort ungehindert in das Erdreich einwachsen. Die Rose so tief einsetzen, dass sich die Veredlungsstelle ca. 5 cm unter der Bodenoberfläche befindet. Erde gut andrücken und anschliessend schlämmen, d.h. wässern, damit noch vorhandene Hohlräume mit Erde gefüllt werden.
Rosen nehmen mit ihren Wurzeln Feuchtigkeit aus tieferen Schichten auf und brauchen daher selten Wasser. Noch nicht angewachsene Rosen täglich wässern um das Anwachsen zu erleichtern. Ansonsten nur bei lang anhaltenden Hitzeperioden wässern. Wässerung jeweils nur im Wurzel/Stammbereich vornehmen, nicht über Blüten und Laub.
Bodenansprüche
Rosen lieben einen sonnigen Standort mit sandigem, durchlässigem Lehmboden. Ein guter Wasserabzug sollte vorhanden sein. Gegebenenfalls dem Boden etwas Sand und Kompost untermischen. Je idealer der Standort desto mehr Freude werden Sie an ihrer Rose haben.
Düngen
Organische Dünger bestehen nur aus tierischen oder pflanzlichen Bestandteilen. Die Bodenlebewesen wandeln sie langsam in Nährstoffe um. Z.B. Hornspäne, gut verrotteter Kompost, Dolomitmergel, Holzasche, trockener Rinder-Dung. Organische Dünger sind im Spätherbst oder Winter aufzubringen, da sie langsam wirken.
Mineralischer Dünger wird chemisch hergestellt. Er wirkt wesentlich schneller auf die Pflanze, kann aber die Bodenlebewesen gefährden. Mineralische Dünger im Frühjahr bei Austrieb der Pflanzung anwenden. Ab Juni ein zweites Mal düngen.
Mischdünger aus organischen und mineralischen Bestandteilen sind im Fachhandel erhältlich. Flüssigdünger eignet sich zur schnellen Behebung eines akuten Nährstoffmangels.
Ist der Boden bei der Pflanzung gut vorbereitet, benötigt die Rose im ersten Jahr keine Düngung.
Vor und nach dem Düngen gut wässern, damit die Nährstoffe schneller eindringen.
Ab Juli keinen Stickstoffdünger mehr geben, da sonst die Triebe nicht ausreifen.
Rosen – Schnitt
Den Rosen-Schnitt mit einer scharfen Rosenschwere oder kleinen Astsäge vornehmen. Saubere, glatte Schnitte vermindern die Infektion der Schnittstelle. Triebe werden ca. einen halben cm oberhalb eines Auges schräg abgeschnitten.
Edelrosen / Zwergrosen / Beetrosen / Bodendeckerrosen
Kräftiger Rückschnitt (auf ca. 20 – 25 cm) im Frühjahr, da die Blüten sich an diesjährigen Trieben bilden. Es werden außerdem alte, und abgestorbene Triebe entfernt.
Öfterblühende Kletterrosen
Diese blühen am diesjährigen Holz und am älteren Holz. Deshalb im Frühjahr nur ein leichter Rückschnitt. Die kräftigen jungen Triebe bleiben stehen, nur die ganz dünnen Triebe entfernen oder die besonders alten. Die Seitentriebe werden zudem eingekürzt auf ca. 4 Augen.
Einmalblühende Kletterrosen / Einmalblühende Strauchrosen
Diese blühen nur am mehrjährigen Trieben, daher kein Rückschnitt im Frühjahr. Statt dessen nur nach der Blüte die kranken und abgestorbenen Triebe entfernen.
Öfterblühende Strauchrosen
Im Frühjahr die kranken und abgestorbenen Hölzer entfernen. Ansonsten alle Triebe stehen lassen, damit die Pflanze ihre Form behält. In späteren Jahren können besonders alte Hölzer entfernt werden.
Winterschutz
Die Rosen werden mit Erde angehäufelt ( ca. 15 cm ). Außerdem die Triebe mit z.B. Tannenzweigen umgeben / abdecken oder Laubummantelung vornehmen. Nach dem Frost im Frühjahr die Zweige und Erdanhäufelung wieder entfernen. Rosen im Kübel an einen geschützen Ort stellen und besonders schützen ( z.B. auch Fliesmantel ). |